Oberrad on Tour

Auch dieses Jahr konnten wieder einige Mitglieder für eine Sportart jenseits des Tennis gefunden werden. So fand am Pfingstsamstag unter strahlend blauem Himmel die mittlerweile in Oberrad schon zur Tradition gewordene Radtour statt.

 

Pünktlich um 10.00 Uhr startete, nachdem die Gruppe vollzählig und schnell noch die letzten Frühstücksbrötchen zur Stärkung verspeist wurden, ab Clubheim der Convoy Richtung Haßloch (Rüsselsheim). Am Holbeinsteg wurden noch ein paar Sachsenhäuser aufgegabelt, die die eher kleine Gruppe Oberräder noch ein wenig aufpäppelten. Aber weder die geringe Anzahl Radfahrer noch die „Sachsenhäuser“ hinderten daran, dass der Tag zum Erlebnis wurde.

 

57 km (!) waren immerhin zu bewältigen, jedoch drehten sich die Räder auf der fast  ebenen Strecke wie von alleine. Die Bereiche im Wald unter Bäumen waren angesichts der immer stärker werdenden Sonneneinstrahlung natürlich die angenehmeren. Aber die Faszination und vor allem die Wahrnehmung der landenden Flieger rund um den Frankfurter Flughafen ließ einen die Hitze verdrängen. Außerdem sorgte der ständige Fahrtwind für Abkühlung, so dass man sich beim ersten Etappenziel sogleich entschied, den schönen Tag zu nutzen und draußen im Freien zu sitzen.

 

Spätestens beim Aufsteigen auf die Räder bemerkte man, dass man wohl besser daran getan hätte, im kühleren Lokal zu speisen. Aber unverdrossen ging es weiter. Das nächste Etappenziel war ja fast schon in Sichtweite. Dumm nur, dass das Lokal Gundhof beim zweimaligen „Vortesten“ der Strecke jedesmal geöffnet hatte, nur an diesem Samstag – aufgrund des benachbarten Gickelfestes – geschlossen hatte und keine durstigen Radfahrer beherbergen wollte. Aber auf gebratene Gickel hatte keiner Lust und das nicht mehr weite Terminal 4 lockte mit kühlen Getränken und schattigen Plätzen.

 

Nach einer kurzen Erholungspause, in der wieder die nötigen Kräfte für die letzten Kilometer getankt wurden, trat man den Rückweg an. Da die Sonne mittlerweile gnadenlos am Himmel brannte, waren alle froh, dass der Heimweg fast ausschließlich schattig war. Kurz vorm Oberforsthaus gesellte sich auf den letzten Metern noch ein weiteres Mitglied zur Gruppe, bevor dann direkt – wie es für eingesessene Frankfurter üblich ist – das „Wäldche“ angesteuert wurde. Da die Fahrräder in sichere Hände gegeben wurden, konnte man unbeschwert bei guter Musik, kühlem Äppler und lustigen Gesprächen den Tag ausklingen lassen. Denn: „en eschter Frankforter lässt sisch soi Welschesdaach net nemme!“

 

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Ute Hoyer

 

 

Spvgg Oberrad 05

Gerbermühlstr. 107A

60594 Frankfurt am Main